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Mehr Natur vor der Haustür – die Gartengruppe Geibel

Blühende Wiesen, Obstbäume, Kräuterbeete und Rückzugsorte für Tiere: In der Siedlung Geibel hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Dahinter steht die Gartengruppe Geibel – engagierte Bewohner*innen, die die Biodiversität fördern und ihre Umgebung naturnaher gestalten.

Wie alles begann

Den Anstoss gab Ursina Vogt. Sie erkannte, dass die Siedlung mit ihren Grünflächen, Stauden und Bäumen grosses Potenzial für eine ökologische Aufwertung bietet. Ihre Idee, aktiv zu werden, stiess bei den Nachbarn schnell auf Interesse.

Zur Inspiration lud Ursina eine Fachperson von Grün Stadt Zürich zu einem Rundgang ein. Nach Zustimmung des Siedlungsverantwortlichen Jens Müller folgte eine Umfrage: Welche Wünsche gibt es? Wer möchte mitmachen?

Unterstützung kam von Nadine Rogger aus der Siedlung Kalchbühl, die als angehende naturnahe Gärtnerin bereits Erfahrung mitbrachte. Gemeinsam entwickelte die Gruppe ein Konzept, das der Vorstand positiv aufnahm.

Was bisher entstanden ist

Heute engagieren sich sechs bis acht Personen regelmässig in der Gartengruppe. Gemeinsam haben sie bereits viel umgesetzt:

  •  vier Obstbäume gepflanzt,
  • eine Bienenweide angelegt,
  • Tannenstandplätze mit einheimischen Pflanzen aufgewertet,
  • Sträucher gesetzt,
  • Wiesenränder mit Krokussen und Wildtulpen bepflanzt,
  • eine Igelunterkunft gebaut,
  • zwei Hochbeete mit Kräutern für alle erstellt.

Nicht alles gelang auf Anhieb – manche Pflanzen wuchsen schlechter als erhofft. Doch auch das gehört zum naturnahen Gärtnern.

Nach Nadine Roggers Wegzug übernahm Pascal Blarer vom Naturnetz die fachliche Begleitung. Gemeinsam organisierte die Gruppe weitere Gartentage und setzte neue Massnahmen um: Sie entfernten Neophyten, pflegten Wiesen schonender und verwandelten Schnittgut in Ast- und Holzhaufen.

Im Februar 2026 werteten sie einen Teil der Wiese an der Rosengartenstrasse mit einheimischen Sträuchern, Stauden und Wildrosen auf. So wachsen wieder Rosen an der Rosengartenstrasse. Auch im Innenhof ersetzen sie schrittweise nicht einheimische Gehölze.

Gemeinsam gestalten

Nicht jedes Projekt braucht fachliche Unterstützung. Mit Kindern pflanzte die Gruppe Mais, der später zu Popcorn verarbeitet wurde. Kartoffeln wachsen bereits, und eine Edelkastanie hat ihren Platz gefunden.

Ein Meilenstein war das neue Mähkonzept: Bestimmte Flächen werden nur noch zweimal im Jahr gemäht, damit Pflanzen aussamen können. Dafür kommen unter anderem Sensen zum Einsatz.

Alle Mieterinnen und Mieter sind zu den Gartentagen eingeladen. Nach jedem Einsatz informiert ein Aushang über die erledigten Arbeiten. Die Veränderungen sind sichtbar: Wiesen blühen bunter, neue Pflanzen siedeln sich an – darunter Orchideen und Milchsterne.

Der Blick nach vorne

Die Ideen gehen der Gartengruppe nicht aus: Blumeninseln, ein Naschgarten, Brutkästen, zusätzliche einheimische Pflanzen, Feuchtbereiche und neue Aufenthaltsorte sind in Planung.

Die Gruppe schätzt die Unterstützung durch die Geschäftsstelle, die BGW und die Bewohnenden der Siedlung Geibel – und bedankt sich herzlich dafür.

Schon lange Teil der Siedlung: das Gemüse Geibelgärtli

Bereits vor der Gartengruppe entstand das Gemüse Geibelgärtli vor Haus Nr. 20. Im Frühling pflanzen die Bewohner gemeinsam, später giessen sie – und ernten dürfen alle.

So wächst in der Geibel nicht nur mehr Natur, sondern auch das Gemeinschaftsleben.

 

Kontakt:
Siedlungskommission Geibel, verwaltung@bg-waidberg.ch